Ein einträgliches Miteinander

Im Protokollbuch des "Männergesangverein" wird dann erstmals von einem gemeinsamen Auftreten beider Gesangvereine berichtet, als der damalige Ortsgeistliche, Pfarrer Severin Ochs, am 18. Juli 1896 sein 25jähriges Priesterjubiläum feierte:

"Den Tag zuvor abends traten beide Gesangvereine nebst löblichem Gemeinderat unter Fackelzug nach dem Pfarrhause."

Am 9. August des gleichen Jahres feierte in einem großartigen Fest der "Liederkranz" seine erste Fahnenweihe, bei der auch der "Männergesangverein" mitwirkte. Daraus darf angenommen werden, dass zu dieser Zeit zwischen beiden Vereinen ein einträgliches konkurrierendes Miteinander bestand.

In den Folgejahren ist besonders die Teilnahme des "Männergesangverein" an einem Gesangs-wettstreit 1907 in Achern erwähnenswert, bei dem ihm ein erster Preis zuerkannt wurde.

Brustschild des Fähnrichs ausgangs des 19ten Jahrhunderts

Am 30. und 31. Mai 1908 feierte der "Männergesangverein" in größerem Rahmen nachträglich sein 50. Stiftungsfest, verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne. 15 auswärtige Gesangvereine sowie die örtlichen Vereine nahmen daran teil. Diese neue Fahne konnte bereits am 30. Juni mit einer "Goldenen Medaille" anlässlich eines Wettsingens in Oos geschmückt werden, bei dem der Verein einen ersten Preis erhielt.

Von besonderem Interesse für viele unserer Sänger und Mitglieder dürfte sein, dass das in späteren Jahren wiederholt aufgeführte Singspiel "Rinaldini" erstmals bei einem Faschingskränzchen am 23. Februar 1914 im Gasthaus "Zum Anker" aufgeführt wurde.