Konzerte

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie einen Rückblick auf unsere Konzert der vergangenen Jahre.


Muttertagskonzert 2002

Den Zuhörern in der Iffezheimer Festhalle „ging der Hut hoch“ und „blieb die Luft weg“ beim Jubiläumskonzert zum 145-Jährigen des Männergesangvereins Iffezheim am 11. Mai. Denn: der MGV „machte Musik!“ Mit von der Partie war der Chor der Grundschule Iffezheim.

Die „60 tollen Männer“, so Conferencieuse Irene Harprecht, eröffneten den Abend mit drei À Capella Stücken. Vom Begründer des Männerchorgesangs, Friedrich Silcher, wurde das Stück „Süß' Liebe liebt den Mai“ aufgeführt, in welchem die zur wonnigen Blütezeit lachende Liebe besungen wird. Das Baritonsolo in Reinartz „Frühlingsboten“ übernahmen Otmar Huber und Herbert Zoller, die sich freuten, daß der Frühling nun da sei. Ein Jauchzen ging durch's Land als Naglers „König Lenz“ einzog. 

Zur Einstimmung auf seine nachfolgende Klavierbegleitung trug Klaus Martin Kühl aus Ötigheim den „Bryttupsdag pa Troldhaugen“ von Edvard Grieg vor. Während dieses „Hochzeitstages“ wechselten sich Rythmen norwegischer Bauerntänze mit romantischen, von Schuhmann beeinflußten, Melodien ab. Die Zuhörer sahen auch hier: in Iffezheim bewegt sich was, und wenn es auch nur der knarzende Klavierstuhl ist.
Von Kühl begleitet intonierte der MGV bis zur Pause Evergreens aus den Fünfzigern und UFA-Filmen. In Waldecks „Schön war die Zeit“ blickten die Sänger wehmütig vom „brennend heißen Wüstensand“ auf ihr blumenübersätes Heimattal zurück. Bei Capri ging die rote Sonne im Meer unter. „Irgendwo, irgendwie, irgendwann“ werden die Iffezheimer wie Willi Frietsch und Lilian Harvay ihr kleines Stück vom Glück „Irgendwo auf der Welt“ finden. Sichtlich ins Schwitzen kam Dirigent Herbert Szymanski in der verhexten Welt, in welcher der (Iffezheimer) Spargel wächst, denn „Veronika der Lenz ist da!“. „Zu schön um war zu sein“ wurde es als „Der Kongress tanzte“ und alle dachten: „Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder“. Und allen, die es bis dahin noch nicht bemerkt hatten, gaben die Sänger mit in die Pause: „Wir machen Musik“, ein Stück von O. Groll.

Nach der Pause bevölkerten die Lauser des Grundschulchores die Bühne. Unter Leitung von Hubert Müller sangen sie das Musical vom Dauerlutscher aus Weißblech schlotzenden „Ritter Rost“. Da er sich feige unter der Bettdecke verkroch, fing Burgfräulein Bö den Waldbrand entfachenden Drachen Koks ein und  verdonnerte diesen zur lästigen Liste der täglichen Pflichten. Den Part der Erzählerin übernahm Rektorin Marlis Camboni. 

Während des donnernden Applauses für die Schüler kamen die MGV - Sänger wieder auf die Bühne und gemeinsam besangen Klein und Groß „Unsere kleine Welt“, in der jeder lebt wie es ihm gefällt. Zum großen Finale gab's ein Potpourri aus der Operette „Im weißen Rössl“. „Es muß 'was wunderbares sein“, denn „Schön ist die Welt“ tönte es aus 60 Kehlen. „Was kann der Siegesmund dafür, daß er so schön ist?“ fragten die Sänger das Publikum, das frenetisch applaudierte. In der Zugabe machten die Sänger vom MGV nochmals deutlich: „Wir machen Musik“ und das Publikum klatschte begeistert mit.


Kirchenkonzert 2004

Stehende Ovationen erntete der Männergesangverein Iffezheim für sein Kirchenkonzert an Allerheiligen in der zwar nicht voll, jedoch gut gefüllten Iffezheimer Pfarrkirche.

Schöpfte der Männergesangverein Iffezheim zu Beginn und am Schluß des Konzertes mit „Die Himmel rühmen“ (Ludwig van Beethoven), „Oh Herr, gib Frieden“ (Gerhard Wind) und „Lobet den Herrn der Welt“ (Henry Purcell) noch aus seinem Repertoire, so begaben sich die fünfzig Sänger mit den Werken aus der "Deutschen Bauernmesse" (Annette Thoma) , der "Mühlauer Singmesse" (Siegfried Singer) sowie der "Alpenländischen Mess' " (Manfred Bühler) in musikalisches Neuland. In den drei Messen wird das geistliche Volkslied aus dem Salzburger Land und Oberbayern aufgenommen, das sich im Mittelalter als unbegleitetes Singen der Kirchensinger zur privaten Erbauung nach dem Gottesdienst und das von den Pfeifen und Geigen der bäuerlichen Tanzmusik begleitete Weihnachtslied der Christmette entwickelt hatte. Das von Tobi Reiser in Salzburg entwickelte Modell des Adventssingens gab diesen Volksliedern zusätzliche Impulse. Annette Thoma (1886-1974) aus Riedering verschrieb sich der Pflege dieses Liedgutes und schuf 1933 die „Deutsche Bauernmesse“, welche mit dem bekannten „Andachtsjodler“ erstmals am 24. September 1933 in der Pfarrkirche Großkarolinenfeld aufgeführt wurde.

Wie Sängervorstand Karlheinz Schäfer ergänzte, seien die Werke zwar einfach gesetzt, jedoch melodisch sehr wirkungsvoll. Mit dem Konzert wolle der Männergesangverein seinen (finanziellen) Beitrag zur Renovierung der Pfarrkirche leisten, nachdem schon zahlreiche Iffezheimer Bürger die Sanierung tatkräftig unterstützt hatten. Als positiven Nebeneffekt wertete Schäfer, dass der Verein sein Repertoire an Kirchenlieder mit Stücken ausweiten konnte, die in der Gegend nicht jeder Verein im Portfolio führe.

Wohltuend ergänzt wurden die Chorbeiträge vom Bläserensemble Alfred König, das in der Besetzung Posaune, Horn, Tuba und zwei Trompeten mit klassischen Einlagen wie „Divertimento“ von Joseph Haydn den Sängern zwei Verschnaufpausen gönnte, um dann jazzig beswingt mit „Amazing Grace“ und „Just a closer Walk“ sein Soloprogramm zu beenden um gemeinsam mit dem MGV sich mit „Lobt den Herrn der Welt“ zu verabschieden. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für die neun Monate währende Vorbereitungszeit. Pfarrer Walfried Asal lobte den Auftritt als „großartig“ und dankte den Vortragenden für ihre Lieder zur Freude und Ehre Gottes. In Erinnerung an das Konzert des Kirchenchores und den anstehenden Auftritt des Polizeichores wagte der Seelsorger mit „Iffezheim entwickle sich zur Konzertgemeinde“ einen Blick in die Zukunft.

Zum Ende des Konzertes wurden die Zuhörer um eine Spende zu Gunsten der Kirchenrenovierung gebeten.


25 Jahre Herbert Szymanski 2005

Länger als manche Ehe hält arbeiten der Männergesangverein Liederkranz Iffezheim (MGV) und sein Dirigent Herbert Szymanski bereits zusammen. Die Früchte dieser 25 jährigen Zusammenarbeit begeisterten am Samstagabend die Zuhörer in der von zahlreichen helfenden Händen zur Konzertmuschel umgestalteten BBAG-Auktionshalle, die mit ihren enthusiastischen Pfiffen und Bravo-Rufen für eine Stimmung wie auf einem Popkonzert sorgten.

Seine hervorragende musikalische und pädagogische Ausbildung gepaart mit seiner erfrischenden „Monnemer“ Art seien die Säulen seiner Arbeit beim MGV, mit denen er in den letzten 25 Jahren immer wieder den Spagat zwischen Wollen und Können, Jung und Alt geschafft habe, lobte der Vereinsvorsitzende Karlheinz Schäfer den Chorleiter in seiner Laudatio. Er habe sich als Person immer in den Hintergrund und den Chor als Hauptdarsteller und Protagonist herausgestellt, charakterisierte Schäfer die Arbeit des Dirigenten. Er habe es immer wieder verstanden, Liedauswahl und Programm auf das Publikum und die äußeren Gegebenheit abzustimmen, so auch an diesem Abend, wo statt großer Orchesterbegleitung nur Männerstimmen und Klavier den Ton angaben.

Mit dem Eröffnungsstück „Wir machen Musik“ (Otto Grohl) ließen der Dirigent und sein Männergesangverein keine Zweifel daran aufkommen, was die Zuhörer in den nächsten zwei Stunden erwartete: purer Musikgenuß. Den aktuellen Bezug zwischen Lied, den silbernen Jubilaren und dem Renndorf stellte Irene Harprecht in ihrer packenden und launig vorgetragenen Moderation her. So auch beim schwermütigen Rückblick auf die „schöne Zeit“ („Heimweh“), die sie Dirigent und Chor auch in den nächsten Jahren wünschte. Beim anschließenden, durch das Bariton-Solo des zweiten Basses geprägten, „Halleluja“ (Oshrat/Orr) perlte die reine Lebensfreude aus 53 Männerkehlen. Wie schon seit vielen Jahren wurden die Herren hierbei kongenial von Hans-Martin Kühn an E-Piano und Keyboard begleitet.

Klassischer à cappella Chorgesang stand mit Willy Trapps Vertonung von Wilhelm Buschs „Lumpenliedle“ auf dem Programm, der mit den Balladen „Über die Heide“ (H.J. Heuken) und „Die Rose“ (W. Tropf) fortgesetzt wurde.

Nicht als Quotenfrau, sondern als langjährige musikalische Begleiterin des Männergesangvereins, bezauberte Mezzosopranistin Rosalinde Hörbeck die Zuhörer mit Andrew Lloyd Webbers „Ein gutes Jahr“ aus dem Musical „Sunset Boulevard“ und ließ die Herren wieder zu Atem kommen.

Schwarz-weiße Filmerinnerungen an „Der Kongress tanzt“ und „Ein blonder Traum“ ließen die Vollblutsänger mit den Klassikern „Irgendwo auf der Welt“ und „Das gibt's nur einmal“ aufblitzen, die in der Bearbeitung von Hans-Dieter Kuhn die legendären  UFA-Tage der 30er Jahre lebendig werden ließen.

Nach der Pause entführten die Sänger die Zuhörer in die südtiroler Bergwelt, in die von Volksfrömmigkeit und dem Wunsch den Bergen den Weg zum Gipfel abzutrotzen, geprägten à cappellla vorgetragenen Lieder von Bepi de Marzi. Insbesondere „Bènia Calastoria“ mit dem wechselnden Ostinati in den Bässen riss die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin.

Mit „Who will call Him“ stimmte Rosalinde Hörbeck die Zuhörer auf Gospel-Musik ein, die vom Männergesangverein mit dem durch die Tempiwechsel äußerst dynamisch daherkommenden „I want to go to Heaven“ (Siegler-Legel)  und „Jacobs Ladder“ (Kempkens) fortsetzt wurde.

Als ein halbes Hundert Männerkehlen mit tiefem Summen Vangelis „Conquest of Paradise“ anstimmten, blieb auch in der letzten Reihe kein Zuhörer unberührt, wie der tosende Applaus am Ende der „Eroberung des Paradieses“ zeigte. Mit der Einladung „Sing mit mir“ (Ain't she sweet) in der Bearbeitung von Otto Grohl beendete der MGV das offizielle Programm, das von den Zuhörern mit stehenden Ovationen gefeiert und mit Superlativen wie „Super, besser geht's nicht!“ bedacht wurde. Begeistert war auch Herbert Szymanski vom „genialen Auftritt“ seiner Männer. Lob erhielt der Jubilar seinerseits aus dem berufenen Mund des Musikwissenschaftlers Dr. Manfred Hildebrandt der ihm bescheinigte, noch dynamischer als vor 25 Jahren zu dirigieren.

Die einzigsten Wermutstropfen fielen an diesem Abend ausgerechnet nach den  frenetisch eingeforderten Zugaben aus den Wolken über Iffezheim, so daß die Zuhörer nach Hause und nicht in den um die Halle aufgebauten Biergarten strömten und so um das ein oder andere weitere Liedchen des MGV gebracht wurden.


Festkonzert zum 150. Geburtstag 2007

Während anderswo in der Region Männerchöre, von  Nachwuchssorgen geplagt, verstummen, feierte der Männergesangverein Liederkranz Iffezheim mit 600  Gästen ein rauschendes Jubiläumskonzert in der BBAG-Halle. Der dynamische und homogene, aus über sechs Dutzend Sängern bestehende Klangkörper ließ in seinem 150ten Jahr keine Zweifel daran, daß er jung geblieben ist und riß mit seiner ausgewogenen Mischung aus alter und neuer Chorliteratur unter dem erfahrenen und sicheren Dirigat von Herbert Szymanski  die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin. Begleitet  wurde der Chor von den Leitern der Städtischen Schule für Musik und Bildende Kunst in Bühl: Klaus Martin Kühn am Flügel und Bernd Kölmel an den Percussions, sowie von Dorothea Jügelt auf der Violine.

Mühelos hielt der Männergesangverein-Liederkranz die in den Auftaktstücken „Sing mit mir“ (Milton Ager) und „Wir machen Musik“ (Peter Igelhoff / Helmut Käutner) enthaltende Versprechen und  bot  an diesem Abend beste, mit bekannten Melodien durchsetzte, musikalische Unterhaltung.

Eloquent und sachkundig führte Moderator Hubert Müller in den Opernblock ein, in dem zunächst Friedrich Smetanas „Chor der Landleute“ aus „Die verkaufte Braut“ das Rund der Auktionshalle füllte. Mit „Freude vertreibe die Nacht“ setzte der Männerchor einen gelungenen Schlußakkord unter Giuseppe Verdis stimmungsvolles „Trinklied“ aus „La Traviata“, in dem er die Liebe hochleben ließ.

Geräumig orchestral stimmte Klaus-Martin Kühn am schwarz glänzenden „Schimmel“ den Bizetschen Toreromarsch aus der Oper „Carmen“ an, dessen schwierige Eingangspassage vom Chor souverän gemeistert wurde. Im Fortissimo galoppierte der Chor akzentuiert dem von den Zuhörern sehnsüchtig erwarteten Hauptthema des Stückes („Auf in den Kampf“) entgegen, das im Piano leichtfüßig den Kehlen der Bässe entströmte, um im Fortissimo vom Gesamtchor übernommen zu werden, welcher in fulminanten Tempo unter der exakten Führung des musikalischen Leiters Herbert Szymanski auf das prächtige Finale zusteuerte. Mit dieser Operngala, die dem für einen Laienchor äußerst brillanten Ersten Tenor dessen ganzes Können abverlangte, unterstrich der Jubilar sein weit überdurchschnittliches Können.

Eine Verschnaufpause gönnten Dorothea Jügelt vom SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg (Violine)  und Klaus-Martin Kühn (Piano) dem Chor, als sie mit ihrem brillant und feurig vorgetragenen „Czardas“ von Vittorio Monti das andächtig lauschende Publikum in die ungarische Puszta entführten. Mit der „Juliska aus Budapest“, dem Foxtrott aus der „Maske in Blau“ (Fred Raymond), führten die Sänger ihre Zuhörer weiter die Donau hinauf und leiteten über in einen bunten Strauß von Otto Groll arrangierter Melodien aus den Wiener Klangkonditoreien. Leicht und beschwingt, mal schrammelnd, mal im Dreiviertel- oder Marschtakt besangen die Herren des Männergesangverein-Liederkranz Freude, Frohsinn, Tage voll Sonnenschein, um dann über den blühenden Prater das Herz im „Weißen Röss'l“ zu verlieren.

Nach der Pause empfingen die neun Mitglieder des MGV-Liederkranz-Vokalensembles „Just for Fun“ mit „Frisch gesungen“ (Friedrich Silcher) die Besucher und verrieten bei „Ein Freund, ein guter Freund“ (Willy Parten) ihre unbändige Lust am Singen.

Mit Ernest Golds „Exodus“ setzte der Gesamtchor mit Oskar-gekrönter Filmmusik sein Programm fort. Dem sehnsuchtsvollen Epos um die alte neue Heimat der Holocaust-Überlebenden im Gelobten Land, dessen Baß-Solo-Auftakt das Stimmvolumen der Baßstimmen in ungeahnte Höhen ausreizte, schloss sich - beginnend mit tiefem Summen aus über sechs Dutzend Männerkehlen - Vangelis Titelmusik zu „Conquest of Paradise“ (Vangelis) an, deren Kunstsprache von den Iffezheimer Sängern sauber akzentuiert in bewegende Musik umgesetzt wurde und die Zuhörer in ihren Bann schlug.

Mit der deutschen Version des Spiritual „Climbin' up the Mountain“, bei dem Klaus Martin Kühn am Piano sein Improvisationstalent auslebte, eröffnete der Männergesangverein-Liederkranz seinen Zyklus rhythmischer, nordamerikanischer Sakralmusik. In „Jacob's Ladder“ (Bearbeitung Arnold Kempkens) spielte der Chor à cappella souverän seine ganze dynamische Bandbreite aus. Ein weiteres Glanzlicht in dem an Höhepunkten wahrlich nicht armen Abend setzte der Männerchor mit dem Gospel „Rock my Soul“ (Peter Brettner).

„Wochenend und Sonnenschein“ (Milton Ager) und dazu einen Konzertabend des Männergesangverein-Liederkranzes was braucht man mehr zum Glücklichsein? Die Rhythmusmaschine des Zweiten Baßes forcierte bei diesem Evergreen aus den Zwanziger Jahren die melodieführenden Stimmen und führte  mit  Schwung und Elan in das Wochenende.

Der Schluß des offiziellen Teils war zugleich schelmischer Höhepunkt: Eine von Chorleiter Herbert Szymanski speziell für „seinen Männerchor“ bearbeitete, parodistische à cappella Glanznummer, in welcher die Sänger des Männergesangverein-Liederkranz augenzwinkernd ihre Souveränität, ihre Coolness, ihre Omnipotenz  besangen und es in ihrem 150. Vereinsjahr auf den Punkt brachten: „Männer mag man eben“ (Hans Unterweger). Daß man sie dafür liebe, zeigten die lang anhaltenden stehenden Ovationen der restlos begeisterten Zuhörer im ausverkauften Rund der BBAG-Auktionshalle, deren Akustik von Seiten der Gemeinde eigens für dieses Konzert  mit Vorhängen und Teppichböden optimiert wurde.

In den Zugaben zog der jung gebliebene Chor nochmals alle Register seines Könnens und fesselte, mit wechselnden Ostinati und in  italienischer Sprache gesungen, mit „Bènia Calastoria“ (Bepi de Marzi) die Zuhörer, um dann nach „Conquest of Paradise“, „Rock my Soul“ seine Konzertgäste nach nicht enden wollendem Applaus in die Sommernacht zu entlassen.


Kirchenkonzert: Weihnachtliche Weisen 2009

Mit einem Konzert „Weihnachtlicher Weisen“ setzte der Männergesangverein Liederkranz 1957 Iffezheim am Johannestag den Feiern um Christi Geburt noch ein kleines Glanzlicht auf. Begleitet von Texten des Diakons Siegfried Oesterle entführte der Chor die Zuhörer in der vollen katholischen Pfarrkirche in die Weihnachtszeit.

Bereits zu Beginn des Konzert zeigte der Chor seine gute Verfassung, als er von starken Bässen getragen, fanfarengleich „Auf gläubige Seelen (Adeste Fidelis)“ in das Kirchenschiff schmetterte.

Das dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Karl Schäfer und dem scheidenden Pfarrer Walfried Asal gewidmete, rein aus deutschsprachigen Stücken bestehende Programm umfasste die ganze Bandbreite weihnachtlicher Chormusik.

Die Volksfrömmigkeit des Alpenlandes fand Eingang in das Programm mit dem „Sanctus“ und dem kanonartigen „Andachtsjodler“ aus der „Deutschen Bauernmesse“ Annette Thomas. Modern umgesetzt wurde die alpenländische Klangsprache im „Gloria“ und dem „Halleluja-Jodler“ des  1956 geborenen österreichischen Komponisten und Musikpädagogen Lorenz Maierhofer, die gerade aus ihrer Schlichtheit Kraft und Ausdruck zogen.

Zarte romantische Töne erklangen mit Hofkapellmeister Johann Friedrich Reichardts „Heilige Nacht“. Romantisch blieb es auch in der „Hymne an die Nacht“, bei  der Friedrich Silcher um die Mitte des 19ten Jahrhunderts einen ursprünglich portugiesischen Text mit dem Thema aus dem zweiten Satz der Klaviersonate „Appassionata“, dem Inbegriff romantisch-solistischer Virtuosität, Ludwig van Beethovens verband, die vom Männerchor mit langem Atem im Piano und vollem Register im Fortissimo umgesetzt wurde.

Ganz und gar mit mit den elegischen Tönen  räumte der Männerchor bei „Es ist ein Reis entsprungen“ auf. Statt in der bekannt romantisch breiten Version, brachte der Chor das Stück in dem menuett artig rhythmisch akzentuierten Chorsatz des Michael „Praetorius“ Schultheiß dar, bei welchem der  Klangkörper unter der Stabführung von Herbert Szymanski sein dynamisches Können aufblitzen ließ.

Wahre Stimmbandakrobatik verlangte der von zahlreichen Oktavsprüngen geprägte „Weihnachtsengel“ von den Männern, welche sie jedoch gekonnt meisterten, wie das Publikum und der anwesende Komponist Klaus Schäfer begeistert bescheinigten.

Ein wahre Genuß für die Zuhörer war die abschließende Darbietung der wohl bekanntesten Weihnachtslieder „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Oh, Du fröhliche“ in perfekten vierstimmigen Chorsatz, was diese mit stehenden Ovationen würdigten.


Festkonzert zum 30. Dirigentenjubiläum 2010

Ein Perlencollier aus Preziosen berühmter Opernkomponisten präsentierte der  Männergesangvereins Liederkranz 1857 Iffezheim, begleitet von dem Pianisten Klaus-Martin Kühn am Steinway-Flügel,  anläßlich des 30-jährigen Dirigentenjubiläums des Chorleiters  Herbert Szymanski seinen Gästen. Durch den eindrucksvollen Abend führte kundig der bekennende Opernliebhaber Hans-Jörg Oesterle.

Das erste der festlichen Lieder weihte der Männerchor, wie es der Eingangschor zu Wolfgang Amadeus Mozarts Freimaurerkantate vorsieht, der „Seele des Weltalls“, der Licht und Wärme spendenden Sonne und eröffnete damit den Zyklus aus Werken des österreichischen Musikfürsten, der mit „Oh Isis und Osiris“ aus der Zauberflöte à capella seine getragene Fortsetzung fand. Den Mozart-Zyklus ergänzte die Mezzo-Sopranistin Rosalinde Herbeck, die mit ihren schalkhaften Schauspielkunst die Zuschauer für sich gewann, mit Papagenos Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“. Nochmals zur Zauberflöte griff der Chor zum Abschluß des Mozart Reigens mit dem Schlußchor des Opus „Heil sei Euch Geweihten“, bei dem der Erste Tenor mit seinen Koloraturen erneut in den höchsten Höhen gefordert war.

Mit dem Trinklied aus „La Traviata“ eröffnete der Chor im beschwingten Dreivierteltakt den Zyklus mit Werken des italienischen Romantikers Guiseppe Verdi. Sprachlich nuanciert und in breit angelegter Dynamik inszenierte der Chor die Mutlosigkeit der Besiegten im „Chor der Kreuzfahrer“ aus „Die Lombarden“.  Vom Piano dem Lauf der aufgehenden Sonne ins Forte folgend, schmetterte der Chor das Thema des Zigeunerchores („Heil sei dem neuen Tag“) aus voller Manneskraft in das Auditorium.

Ein Hauch von Verona wehte durch die Versteigerungshalle als der omnipräsente Chor mit einem sehnsuchtsvollen „Vapensiero...“ Guiseppe Verdis Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ im italienischen Original anstimmte und die ganze Verzweiflung der Zwölf Stämme Israels in der babylonischen Gefangenschaft in seinen Vortrag legte und damit die Halle in seinen Bann zog.

Zur Pause lud der Chor mit dem Trinklied aus Verdis  „Ernani“ und forderte im Fortissimo: „Erhebet das Glas und trinkt den goldenen Wein“, bevor der Schlußakkord einem fallenden Bühnenvorhang gleich den ersten Konzertteil beendete.

Als Kontrapunkt zu den Opernwerken eröffnete das Vokalensemble „Just for Fun“ des MGV die zweite Halbzeit mit den spanischen Liebeslied „Montana de Fuego“ und widmete das Lied „Man ist nie zu alt um jung zu sein“ (beide Pasquale Thibaut) dem Chorleiter Szymanski zum Jubiläum. In operettenhafter Leichtigkeit bummelte die Mezzo-Sopranistin Rosalinde Herbeck  als Verliebte durch Karl Millöckers „Die Dubarry“.

Mit dem „Matrosenchor“ von Richard Wagner meldete sich der Männerchor eindrucksvoll auf der Bühne zurück. Kirmesstimmung verbreiteten die Sänger mit dem „Chor der Landleute“ von Bedrich Smetana, welche Rosalinde Herböck in ihren forsch inszenierte Couplet „Jung sa ma, fesch sa ma“ von Robert Stolz übernahm und das Publikum begeisterte.

Die innige Verbundenheit zwischen dem Männerchor und seiner langjährigen Begleiterin Rosalinde Herbeck kam bei dem Duett „Ach ich hab in meinem Herzen“ aus der Oper der „Schwarzer Peter“ glanzvoll zum Ausdruck.

In einer konditionellen Meisterleistung sprengte der Klangkörper am sicherem Zügel von Chorleiter Herbert Szymanski  à capella auf der Hatz nach Hirsch und Eber durch Carl Maria von Webers „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“, der deutschesten aller Opern. Nicht weniger fulminant präsentierte sich der Chor beim abschließenden  Bizetschen „Torreromarsch“ aus der Oper „Carmen“. Im Fortissimo galoppierte der Chor akzentuiert dem von den Zuhörern sehnsüchtig erwarteten Hauptthema des Stückes („Auf in den Kampf“) entgegen, das im Piano leichtfüßig den Kehlen der Bässe entströmte, um im Fortissimo vom Gesamtchor übernommen zu werden, welcher in fulminanten Tempo  auf  den prächtigen Schlußpunkt des Konzerts zusteuerte.

Stehende Ovationen waren der Lohn für die intensive Probenarbeit, in welcher Chorleiter Herbert  Szymanski seine Sänger vorbereitet hatte. Ein Chorleiter mit großer integrativer Kraft, wie Sängervorstand Karlheinz Schäfer in seiner Laudatio hervorhob.  Szymanski gelinge seit drei Jahrzehnten der Spagat zwischen Wollen und Können, Jung und Alt, was sich nicht nur an der großen Zahl der Sänger, sondern auch daran festmachen ließe, daß mit Großvater, Vater und Sohn zum Teil gleich drei Generationen einer Familie im Chor aktiv seien.


150 Jahre Kirchenchor Iffezheim 2013

„Oh Herr, welch ein Morgen…“

Der Titel dieses Liedes, das an diesem Festtag gesungen wurde, könnte als Motto für diesen wundervollen Tag gelten. Welch gelungenes Debut für die neue Dirigentin des Männergesangvereins Iffezheim, Mercedes Guerrero Arciniegas, bei der Matinee des Kirchenchors anlässlich dessen 150-Jahr-Feierlichkeiten! Einen schöneren Rahmen hätte man sich für den ersten offiziellen Auftritt des MGV unter seiner frischgebackenen musikalischen Leiterin nicht wünschen können. Der Beifall des festlich gestimmten Publikums steigerte sich von Stück zu Stück und war die Anerkennung für einen Auftritt, bei dem die so ganz andere Handschrift Mercedes Guerreros Arciniegas bereits deutlich hörbar wurde.

Bestimmt wurde auch den Sängerfrauen an diesem Morgen klar, weshalb ihre Männer an den vergangenen Freitagen wieder mit leuchtenden Augen von den Proben nach Hause kamen.

Konzentriert und sehr aufmerksam interpretierten die 45 Sänger die ausgewählten Lieder, die einen weiten Bogen spannten vom getragenen „Festgesang“ über die „Veronika“ im Lenz bis hin zum flott vorgetragenen Gospel „Good News“ und sich dabei, wie die Lokalpress schrieb, in die Herzen der Zuhörer sang.  Vor allem das letzte Stück „Wir machen Musik“ vereinte dann alle Musikliebhaber, seien sie nun Freunde der „musica sacra“ oder des etwas weltlicheren Gesangs.

Dass Iffezheim mit den beiden Chören, dem Kirchenchor und dem Männergesangverein zwei herausragende Vertreter der Chormusik besitzt, konnte jeder an  diesem stimmungsvollen Vormittag sehen und noch besser hören. Wir bedanken uns bei den Freunden vom Kirchenchor herzlich für die Einladung, bei ihrem ganz besonderen Jubiläum mitzuwirken. In spätestens 25 Jahren stehen wir wieder gern parat.


hautnah 1 - Der MGV auf neuen Wegen 2014

hautnah - Die Entstehung

Von der Idee bis zur Ausführung eines Vorhabens ist ja oft ein ganzes Stück zurückzulegen. Dabei kommt immer viel zusammen - noch mehr kommt dazwischen. Zum Beispiel bekommen Dirigentinnen Kinder, also in unserem Fall mal eines. Oder es findet dies und das statt. Zum Beispiel Rennbahnbewirtungen und - vollkommen unabgesprochen - Fußballweltmeisterschaften. Da geraten Zeitpläne schon mal durcheinander. Eigentlich sollten über das ganze Jahr 2014 hinweg in loser Folge drei "hautnah"-Konzerte gestreut werden. Weil es für uns ein sehr wichtiges Projekt war, ließen wir uns von den widrigen Umständen nicht hetzen. Im Gegenteil. Wir ließen die Jungs Weltmeister werden und nahmen uns trotzdem genau so viel Zeit, wie große Vorhaben nun mal brauchen. Wir strichen gelassen den ersten und schließlich auch den zweiten festgesetzten Termin. Und nahmen uns fest vor, den dritten auf gar keinen Fall zu streichen. Weil das Konzert uns eben ein Anliegen war.

Wir wollten uns dabei nicht neu erfinden. Das brauchen und können wir nach 157 Jahren unseres Bestehens auch nicht. Wir sind, wer wir sind. Aber wir wollten doch zeigen, dass wir auch anders können, als man das von einem Männerchor landläufig so erwartet. Lockerer vielleicht. Ganz sicher aber wollten wir ein erweitertes Repertoire. Und das auch noch in anderen Sprachen. Mit mehr Rhythmus und Schwung. Nicht nur in den Stimmen, sondern auch in den Hüften. Ungewöhnlich und mit Überraschungen.

Wir wollten damit auf keinen Fall jemanden überfahren, überfordern schon gar nicht.  Am allerwenigsten unsere "Senioren" im Chor. Und vielleicht ist das ja die eigentliche Überraschung des Konzerts vom vergangenen Samstag: Auch und vor allem die "alten Sänger" haben diese Prüfung bravourös gemeistert. Sie ließen sich auf das Experiment ein. Nicht ohne Skepsis, aber stets mit mildem, weisem und manchmal auch verzeihendem Lächeln. Danke für eure Geduld…!

Die Proben gestalteten sich spannend, für manchen vielleicht auch mal schwierig, wenn man eine Dirigentin vor sich hat, die mit dem absoluten Gehör ausgestattet scheint und die dann auch noch auf genau diesem einen Ton besteht, der so gar nicht gelingen will. Mercedes Guerrero Arciniegas hat sich in den Proben als musikalische Leiterin im besten Sinne des Wortes gezeigt. Ihr liegen nicht nur die Noten, sondern auch die Worte eines Liedes am Herzen. Mit dieser Einstellung  gibt sie unserem Chor die Chance, sich zu entwickeln. Den Grundstock hat sie jedenfalls gelegt. Und jeder Sänger muss fühlen, wie sehr dies unser Auftreten beflügelt.  

hautnah - Das Konzert des Jahres

Die Iffothek ist der denkbar beste Ort für ein Vorhaben wie unser "hautnah"-Konzert. Es stehen mehrere Ebenen zur Verfügung, von denen aus man agieren kann. Vorweg also ein Dank an die Gemeinde Iffezheim, dass sie uns diese Räume zur Verfügung gestellt hat!  Beatrix Pflüger hatte dankenswerterweise für die herbstliche Dekoration der Iffothek gesorgt und damit die heimelige Atmosphäre geschaffen, in der sich alle Besucher gleich wohl fühlten. Den ganzen Abend über bemühten sich die A-Jugendlichen des FV Iffezheim gekonnt um das leibliche Wohl - auch dafür unser Dank!

Mit der "Fanfare a capella" kamen die Sänger aus dem Untergeschoss der Iffothek in das gut gefüllte Foyer, ein Einmarsch ohne Netz und doppelten Boden, ohne Sichtkontakt zur Dirigentin, nur dem eigenen Tempogefühl und dem Gehör für den Nachbarn unterworfen. Vorstand Kilian Leuchtner begrüßte anschließend die Gäste dieses Abends und stimmte sie auf das Kommende ein.

"Good News", also gute Neuigkeiten, wurden mit einem Gospel überbracht, das wir schon oft angestimmt haben, das wir aber dieses Mal rhythmischer und in der Intonation vielfältiger sangen. Später am Abend folgte dann das noch dynamischer vorgetragene "Rock my Soul",  das mit donnerndem Stakkato endete und die Stimmgewalt der Sänger zeigte.

Männern wird unterstellt, hauptsächlich nur zwei Gefühle zu haben:  Hunger und Durst. Dieses Urteil ist natürlich ungerecht. Frank Sinatras "My Way"  liefert dafür den besten Beweis. Leise und nachdenklich kommt dieses weltbekannte Lied daher, an dessen Ende die trotzige Quintessenz steht: "Hier stehe ich, ich kann und will nicht anders". Unterstützt von Jens Kalkbrenner an der Gitarre ließen die Iffzer Sänger genau das auch spüren.

In "Spanischen Nächten" kann Mann aber auch ganz anders: Wein, Weib und Gesang, ein Dreiklang, der die Saiten der männlichen Seele zum Klingen bringen (kann). Von wegen keine Gefühle: Wenn der Torero schmachtet, kommt Stimmung auf…

Liedtexte sind Spiegel der Zeit, in der sie entstanden. Vieles wurde überliefert, ist geblieben und wird heute noch "dargebracht". Zeitgenössische Lieder haben es dagegen oft nicht einfach - vermutlich deshalb, weil man sie sich erst neu erobern muss. Gelungen ist das den Iffzer Sängern mit Herbert Grönemeyers "Mambo". Nicht der verliebte Wandersmann geht durch den finstern Tann zu seinem Mägdelein,  sondern der staugeplagte und von Politessen malträtierte Lover beklagt die Hindernisse auf dem Weg zum Date. Moderne Zeiten. Danke an Thilo Klumpp, der auf seiner "Rappelkiste" den Rhythmus vorgab.

Die Pause beendeten die Sänger dann auf ganz eigene Weise. Sie hatten sich unter die Besucher gemischt und aus dem Stimmengewirr erwuchs zunächst fast unbemerkt, sich dann aber immer stärker durchsetzend, der sogenannte "Jazz-Kanon". Mitten unter den Leuten, Schulter an Schulter, erhob sich aus "Dum du dum", "Schubi dua" und "Dwa schubida" das harmonische Klanggebilde eines schwungvollen Kanons, der gefallen konnte.

Alsdann verteilten sich die einzelnen Stimmen auf den Stockwerksebenen im Treppenhaus der Gemeindebibliothek. Von dort erklang, verstärkt durch die Akustik des hohen Treppenhauses das Bergsteigerlied "Herrliche Berge". Getragen und erhaben wehten die Töne dieses beeindruckenden Liedes hinunter ins Foyer, wo sie beim Publikum einen mächtigen Eindruck hinterließen.

Die Sänger hatten ja bei diesem Konzert mindestens einen kleinen Hintergedanken: Sie wollten zum Singen verführen. Und am besten wäre es natürlich, wenn schon in der nächsten Probe neue Gesichter zu sehen wären. "Singen macht Spaß"! Das muss an diesem Abend auch der letzte Zuhörer begriffen und erlebt haben. Mit dem gleichnamigen Kanon bezog der Chor die gewohnt passiven Zuhörer ins Geschehen mit ein. Und so wurde aus dem Chor ein ganz eigenes Ensemble, in dem jeder mitwirken durfte und dies auch freudig tat.

Zum Schluss heizten die MGV-Sänger ihren Gästen mit "Barb'ra Ann" von den Beach Boys noch einmal kräftig ein.  Wer laut singen kann, kann dies nicht unbedingt auch leise. Die Iffzer Sänger beginnen dies bei Mercedes Guerrero allmählich zu lernen. Und mit diesem Welthit kann man unter Beweis stellen, ob man das auch verstanden hat. Hier bleibt festzustellen: der Chor hat verstanden. Und vor allem hat er Spaß dran gefunden, die neuen Seiten aufzuschlagen und für  sich zu entdecken.

Der Dank gilt an dieser Stelle allen unseren Besuchern, allen unseren Helfern und vor allem unserer Dirigentin.


Hautnah in der Maria - Gress - Schule

Wenn die Dirigentin den Einsatz zum ersten Lied eines Konzerts gibt, ist es, als setzt sich ein Zug in Bewegung, der unaufhaltsam mit zunehmender Geschwindigkeit und Dynamik seinem Ziel zurast. Alle Beteiligten sitzen in diesem Zug und die "Landschaft" draußen - die Noten, die Töne, der Text - fliegen nur so an ihnen vorbei. Bei diesem Tempo vermag man es kaum einzuschätzen, wie dieses oder jenes Lied beim Publikum wirklich "rüberkam". Ob all das umgesetzt wurde, was im Vorfeld der Proben so oft bemängelt und noch öfter geübt wurde. Man ist in diesen Minuten zu sehr Teil des Geschehens, konzentriert auf sich, seine Nebenmänner und auf die Dirigentin, um ein klares Urteil fällen zu können. Erst nach dem letzten Lied fällt diese Anspannung ab und der Sänger stellt sich unsicher die Frage: "Sind die Leute auf diesen rasenden Zug mit aufgesprungen und haben Sie sich mittragen lassen? Ist das nun "Gefälligkeitsklatschen" oder echter Applaus?"  

Nach dem zweiten "hautnah"-Konzert war das  Urteil eindeutig: Es war begeisterter und wohlverdienter Applaus des anwesenden Publikums.  Nebenbei: Es wäre keinem Sänger in den Sinn gekommen, eine solch große Zuhörerzahl vorauszusagen. Die Zahlen lagen zwischen grenzenlosem Zweckpessimismus und ungefähr der Hälfte der dann wirklich erschienenen Zuhörer - grob geschätzt hatten ca. 197 Iffzer Bürger den Weg in die "Maria-Gress-Schule" gefunden.

Was Vorstand Kilian Leuchtner in seiner Begrüßung angekündigt hatte, sollten dann die Iffezheimer Sänger im Laufe des Abends erfolgreich in die Tat umsetzen: Lieder, die bewegen sollten, nicht zuletzt den Chor selbst. Sein Dank ging an die Schulleitung, die diesen besonderen Raum für uns zur Verfügung stellte. Als Vertreterin des Hausherrn, Rektor Carsten Bangert, der verhindert war, begrüßte Konrektorin Birgitta Manz die Gäste, hieß Chor und Publikum in ihrer Schule willkommen und wünschte allen einen spannenden Abend.  

Mit der "Fanfare a capella" kamen die Sänger aus dem Kellergeschoss und betraten mit Foyer und Musiksaal der Schule den Schauplatz der folgenden 75 Minuten. Wie schon beim "hautnah1"-Konzert stellten auch diesmal wieder einzelne Sänger die jeweiligen Stücke mit einigen erklärenden Worten selbst vor.  Mit "Good News", einem fröhlichen, gelösten Gospelchor, begann das Konzert schwungvoll, um gleich anschließend das nachdenkliche Resümee des Lebenswegs eines Mannes zu ziehen, der alle möglichen verschlungenen Pfade gegangen ist und dabei aber immer seinem eigenen Weg folgte, auch wenn er sich dabei mal verrannte. Frank Sinatra hat "My Way" weltbekannt gemacht.

Und dann war er da, der große Moment. "Ein Haus am See" galt es zu besingen. Oberflächlich betrachtet ein harmlos dahingeträllerter Schlager von Peter Fox. Bei genauer Betrachtung ein einziges Minenfeld! Mehrstimmigkeit in den Stimmen, Einsätze an Stellen, die man anfangs für kaum singbar hielt, Harmonien, die sich vehement gegen ihre Erschließung zu wehren schienen. Von der "richtigen" Interpretation der einzelnen Passagen ganz zu schweigen. Jedenfalls dauerte es seine Zeit, bis die Iffezheimer Sänger das Dickicht dieses Liedes wirklich durchdrungen hatten. Mit zunehmender Sicherheit wird dieses Lied aber ganz gewiss ein Aushängeschild für den Chorgesang sein. Das Publikum jedenfalls war von unserer Version dieses Hits begeistert und spendete lang anhaltenden Beifall. Damit war der schwerste Brocken dieses Abends aus dem Wege geräumt und der Rest des Konzerts konnte wesentlich entspannter angegangen werden. Herbert Grönemeyers "Mambo" erschien danach leicht. Jens Kalkbrenner am E-Bass und Thilo Klumpp mit seiner "Cajòn" unterstrichen für ihren Instrumenten den lateinamerikanischen Rhythmus dieses Stücks, das der Chor langsam auch in der Rubrik "Muss auswendig gesungen werden" ablegen kann. Wie "Spanische Nächte" sich auf die Gemütslage eines Männerchors auswirken, förderte der nächste Beitrag zu Tage. Die innere Haltung eines stolzen Matadors darstellen, der die weiten Felder "Wein" und "Weib" in Gesang umsetzt? Das ist jedem einzelnen MGV-Sänger inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen und eine der leichtesten Übungen für ihn.  Mit dem schmissigen "Rock my Soul"  entließ man ein aufmerksames und zufriedenes Publikum in die Pause.

Die ersten Klänge des "Jazz-Kanons" riefen dann alle Sänger und Zuhörer wieder zusammen. Auch eines dieser Lieder, das anscheinend leicht zu singen ist, aber nur in ganz seltenen Fällen - bislang eigentlich noch nie - so enden, wie sich der Komponist das eigentlich gedacht hatte. Es scheint eine Lebensaufgabe für uns zu werden… Danach zog sich der Chor in die Höhen des Treppenhauses zurück und entschwand so den Blicken der meisten Zuhörer. Die hohe Eingangshalle war dann der angemessene Resonanzboden für die beiden folgenden Lieder. "Herrliche Berge" besangen wir und aus den Höhen des Treppenhauses schwoll der Klang der 40 Stimmen in majestätische Höhen. Matthias Greß hatte dazu einige Fotos zusammengestellt, die, an die große Leinwand geworfen, Ton und Bild harmonisch zusammenfließen ließen. Dann kam ein Instrument zum Einsatz, das wir als begleitendes Soloinstrument noch nie eingesetzt hatten: Annette Brenners Celloklänge konzentrierte die Aufmerksamkeit aller auf sich. Weich und getragen gab sie dem Chor die Melodie vor für "Conquest of Paradise", der sie summend aufnahm und verstärkte.  Gerry Schippinger ergänzte das allmählich wachsende Klanggebilde am Klavier. Langsam stiegen die Sänger die Treppe ins Foyer hinunter und sangen dort dieses wunderschöne Lied zu Ende. Mit den Spirituals "Swing low" und "Heaven is a wonderful place" wurde dann der Schluss des Konzerts eingeläutet, bei dem die Zuhörer mitgerissen wurden und den Chor mit rhythmischem Klatschen begleiteten. Den Schlusspunkt setzten wir dann mit dem Kracher "Barbara Ann" aus dem Jahre 1961 von den Beach Boys. Zuvor aber ließen die Sänger noch demonstrativ die Notenmappe zu Boden fallen und zeigten sich so losgelöst von allem Ballast.  Der langanhaltende Beifall und die vehemente Forderung nach Zugaben waren zum guten Schluss der Lohn für die Arbeit der vergangenen Wochen. Der "gemütliche" und weitaus längere Teil des Abends war dann auch nochmal ein Zeichen dafür, wie gut es allen Beteiligten gefallen hatte.  Die Iffezheimer Sänger hatten wieder mal eine großartige Gemeinschaftsleistung vollbracht, die ihresgleichen sucht. Am Ende ging der Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. An alle Instrumentalisten, an alle Helfer und Helferinnen, an Beatrix Pflüger, die wieder ein Wohlfühlambiente geschaffen hatte, an Frau Manz von der Schulleitung und an den Hausmeister Manfred Austen. An letztere geht die Bitte: Wir würden gern wiederkommen? An alle andern geht die Aufforderung: Kommt doch nächstes Mal einfach wieder!

Weshalb wir singen? Weil es einfach Spaß macht, sich selbst zusammen mit anderen immer wieder neu zu erproben!  Und weil der Iffezheimer Männergesangverein leben soll. Er soll auch die nächsten 158 Jahre gut überstehen.  

Aber dazu braucht's Sänger.

Was wir also suchen sind: Männer!
Männer, die gerne singen.
Männer, die sich genau das noch nie vorstellen konnten.
Männer, die gerne in guter Gesellschaft sind.
Männer, die gerne lachen.
Männer, die gern was machen.

Singen ist der entschlossene Schritt hin zu einem noch besseren Leben!


Mit 160 ist noch lange nicht Schluß!

Mit einer etwas anderen Zeitreise durch unsere Geschichte feierten wir unseren 160ten Geburtstag. Vom großartigen Geschichtenerzähler Hubert Müller durch die Jahrzehnte geführt, riß unser Chor unsere Gäste ein ums andere Mal zu Beifallsstürmen hin.

Welch ein Empfang: Eine hell strahlende Fanfare, bei der sich die 49 Stimmen der vier Register in perlenden Melodiebögen, in eigenen Rythmen, zu herrlichen Harmonien verwoben, um sich unter dem sicheren, leichthändigen Dirigat von Mercedes Guerrero Arciniegas immer wieder zum Hohelied auf die Musik aufzuschwingen: „Viva la Musica! Cantemus!“ (Lorenz Maierhofer). „Es lebe die Musik! Laßt uns singen!“. So mögen auch die Gründerväter empfunden haben, als sie vor 160 Jahren den Männergesangverein ins Leben riefen.

In Verneigung vor unseren Vereinsahnen hatten wir Sänger aus den Tiefen unseres Notenschrankes mit Friedrich Silchers „Schifferlied“ eine der ältesten Chorliteraturen des Vereines geborgen. „Es löscht das Meer die Sonne aus!“ hob der Klangkörper an und prächtige Stimmen erfüllten die Halle mit dem leuchtenden Rot der untergehenden Sonne. Mit dem Verklingen der letzten Töne des Abendrots hauchten die Sänger die Stille der „Nacht“ (Franz Schubert) in die Festhalle. Himmlische Ruhe breitete sich über den Zuhörern aus, die in die blaue Ferne des Sternenzeltes entrückten. Mit beiden Stücken bewiesen wir Männer, daß wir die klassischen Meisterwerke des Männerchorgesanges meisterlich beherrschen.

Ungläubige Verwunderung spiegelte sich in manchen Gesichtern, als „Oh, Du lieber Augustin“ auf der Bühne erklang, das sich in Gelächter auflöste, als die Beat-Box aus den sonnenbebrillten Registern Fahrt aufnahm und aus dem Kinderlied ein ausgewachsener Rap wurde, den neuen Männergesangverein Liederkranz ankündend.

Mit Hubert von Goiserns „Heast as net?“ beeindruckender Ballade um den Lauf der Zeit, dem Werden und Sterben, bei der traditionelles alpenländisches Liedgut mit modernem Pop eine grandiose Symbiose eingeht, nahmen wir Herren Sänger unser Publikum durch die Zeiten der Kriege um die Vorherrschaft in Europa mit in die Goldenen Zwanziger des vorigen Jahrhunderts. Der ersten Boygroup der Geschichte, den „Comedian Harmonists“, huldigten wir mit „Veronika, der Lenz ist da!“. Kräftige Bassstimmen eröffneten die Titelmelodie „Exodus“ des gleichnamigen Films und zeigten welches Potential in den tiefen Stimmen schlummert.

Nach der Pause erwartete unser Publikum ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus: Bob Segers „Old Time Rock & Roll“ entströmte den Kehlen, Christian Leuchtner rockte auf der Gitarre, Michael Metz zupfte den Baß, Ana Chos Finger perlten über die Tasten, Benedikt Zoller schlug den Takt vor und die Damen von „Be in Motion“ legten im getupften Kleid überm Petticoat eine äußerst kesse Sohle aufs Parkett. Einen Auftritt den das Publikum jubelnd feierte.

Klassische Romantik im modernen Gewand: Mit Leon Dubinskys hymnischer Ballade „We rise again“ um den Kreislauf des Lebens, rührte der Chor so manchen Zuhörer zu Tränen.

Den Refrain in Englisch, die Strophen in Deutsch erinnerten wir mit „Rivers of Babylon“ an die 70er, als der Pop allmählich Einzug ins Repertoire der Eichen umstellten Männerchöre hielt. Um diese Zeit waren zahlreiche Jugendliche dem Chor beigetreten und bewiesen an diesem Abend sechzehn Mann hoch mit „Ein Freund, ein guter Freund“ und der Humoreske „Die alten Säcke“, daß sie wahrlich noch nicht zu eben jenen gehören.

Peter Fox' bereits im "Hautnah" - Konzert präsentiertes „Haus am See“ markierte die mit Mercedes Guerrero eingezogene neue Zeitrechnung. Schon war die Zeit wie im Flug vergangen und der Chor in der Gegenwart angekommen und so mancher wünschte sich an diesem Abend ewig Zeit, wünschte sich Unendlichkeit, wie in „Tage wie diese“ der „Toten Hosen“.

Kaum war der letzte Ton verklungen, riß es die Zuhörer zu nicht enden wollenden Standing Ovations von den Sitzen. Ein großartiger Lohn für die Monate lange Probenarbeit.

Mit einem Hoch auf unsere temperamentvolle Dirigentin, versicherten wir Sänger in der umgeschriebenen Version von Udo Jürgens Erfolgsschlager: „Mit 160 ist noch lang noch nicht Schluß!“. Ein Versprechen, dem die Zuhörer nach diesem fulminanten Abend gerne Glauben schenkten. „Eine Wucht!“, wie eine begeisterte Zuhörerin ihn bezeichnete.


Konzert Ettlingenweier 2019

Text und Fotos: Werner Kneipel

Allein die Dorfkirche St. Dionysius in Ettlingenweier, am Rande Karlsruhes gelegen,  ist es schon wert, diesem kleinen, lauschigen Örtchen einmal einen Besuch abzustatten. Dieses Kleinod dörflicher barocker Kirchenbaukunst bietet eine prachtvolle Kulisse, die man an einem solch kleinen Ort zunächst einmal nicht vermuten würde.

Der MGV-Liederkranz war von den Gastgebern, der Gruppe "vocalis", einem gemischten Chor der "Liedertafel Ettlingen", eingeladen worden, am "Konzert der drei Chöre" teilzunehmen, das am vergangenen Sonntag stattfand.

Mit diesem Chor verbindet uns eine besondere Gemeinsamkeit: Mercedes Guerrero wirkt hier wie dort für beide Chöre als Dirigentin.  Von Ettlingen aus hatte man außerdem noch Fäden geknüpft zum Dirigenten Dr. José María Álvarez Munoz im fernen Madrid, der vor längerer Zeit auch in Deutschland als Chorleiter gearbeitet hatte, und der heute den "Coro de la Universidad CEU San Pablo de Madrid", einen gemischten Chor von ca. 40 Sängern und Sängerinnen leitet. Das Konzert in Ettlingenweier war es den Spaniern dann auch wert, die weite Reise anzutreten.

Sich warm zu singen und warm zu singen - das war an diesem heißen Sommerabend  gleichbedeutend. Nur in der leider nur anfänglich kühlen Kirche war es am bislang heißesten Tag dieses Sommers einigermaßen auszuhalten. 

Nach den Grußworten der Gastgeber und des Ettlinger Oberbürgermeisters Johannes Arnold war es uns Iffezheimer Sängern vorbehalten, das Konzert mit fünf Liedern zu eröffnen: mit dem "Sanctus" von John Leavitt, mit "Herrliche Berge" von Bepi de Marzi, dem "Pacem" von Lee Dengler hinterließen wir einen starken Eindruck bei den zahlreichen Besuchern, die die Kirche bis auf den letzten Platz besetzten. Besonders die Piano-Stellen der verschiedenen Stücke hatte die Dirigentin für dieses Konzert als ihre neue Spielwiese entdeckt. Und der Chor war in der Lage, das Geforderte auch perfekt zu liefern. Ana Cho am Klavier, die unseren Chor schon beim letzten großen Konzert in der Festhalle begleitet hatte und Hyuna Min mit der Geige unterstrichen mit einfühlsamem Spiel unseren Vortrag.

"vocalis" überzeugte die Zuhörer mit einer Mischung aus modernen Klängen. Höhepunkt war die Interpretation von "Nigra Sum", einer Komposition des berühmten spanischen Cellisten Pablo Casals, das die Ettlinger eigens für das Konzert mit den Spaniern eingeübt hatten.

Unbestrittener Höhepunkt dieses Konzerts waren dann aber die Studenten der  Universität San Pablo aus Madrid. 32 Sängerinnen und Sänger boten eine herausragende Leistung. Die punktgenaue Akzentuierung, das variable und lebendige Spiel und Gegenspiel von leisestem Pianissimo und explosivem Forte war beeindruckend. Die Spanier nahmen die Zuhörer dabei mit auf eine musikalische Reise durch die Klassik spanischer Komponisten und im weiteren Verlauf auf eine Reise um die Welt, mit Liedern aus Ländern, in denen die Spanische Sprache gesprochen wird. Dass die Madrilenen in einer höheren Liga spielen, hörte man auch an den brillanten Soloeinlagen bei verschiedenen Liedern. 
Zum Abschluss des Konzerts sang zunächst "vocalis" zusammen mit den Spaniern "A tu lado" in spanischer Sprache und über 100 Stimmen erklangen beim abschließenden "Dieser Tag soll voller Freude sein", bei dem die Iffezheimer Sänger den Frauenüberschuss auf der Bühne wenigstens bei diesem Lied egalisierten.

Das gesamte Konzert war getragen von der Harmonie, die die Chöre ausstrahlten, ohne in Konkurrenzdenken zu verfallen. Ein jeder tat perfekt, was er am besten kann und das war - angesichts der Hitze - schon eine bemerkenswerte Leistung. 
"vocalis" lud danach noch zu einem tollen kalten (!!) Buffet ein, das von allen Sängern freudig, hungrig und vor allem aber durstig gestürmt wurde.