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Mitgliederversammlung 2021

Kategorie: News

Mitgliederversammlung 2021

Kurz und bündig fiel die zweite Generalversammlung des Männergesangvereins Liederkranz 1857 Iffezheim in Zeiten der Pandemie aus. Was Wunder, war doch im Vereinsjahr 2020 mehr ausgefallen, als stattfinden durfte, so der erste Vorsitzende Kilian Leuchtner.

Nach einer sehr schönen närrischen Zeit, habe der Laden bis zum 10 März gebrummt. Dann seien die Präsenzproben eingestellt worden, zeichnete Kilian Leuchnter das vergangene Vereinsjahr nach. Die Sänger hätten sich zunächst nur in den von Dirigentin Mercedes Guerrero Arciniegas organisierten Online-Proben sehen können, bevor mit sinkenden Infektionszahlen in der Freilufthalle mir drei Metern Abstand geprobt werden konnte. Leuchtner appellierte an alle Sänger die – wenn auch unzureichenden – Probemöglichkeiten zu nutzen. Es wäre traurig, wegen der Pandemie Sänger zu verlieren. Der erste Vorsitzende versprach, daß die Sänger alles was in 2022 kommen möge, auch anpacken würden.

Detailliert ging der Bericht des Schriftführers, Werner Kneipel, auf die wenigen Vereinshöhepunkte ein. Den mit 300 zahlenden Gästen erfolgreichsten Kappenabend, die Bewirtung der Rathausstürmung, die Sängerfasnacht und die Matinée zum 50. Geburtstag des Tischtennis Clubs. Und dann musste wegen der Pandemie alles abgesagt werden. Im Mai begannen die Online-Proben. Von Juli bis Oktober probten die Sänger mit weitem Abstand in der Freilufthalle und dann wieder vor dem heimischen PC. Aber Corona konnte den Verein nicht in die Knie zwingen, so das Fazit des Schriftführers.

Nach dem guten wirtschaftlichen Start ins Jahr 2020, habe Corona die Einnahmen des Vereins wegbrechen lassen, so Kassenführer Karl-Heinz Huber. Das Wirtschaftsjahr endete im Minus. Dank der guten Haushaltsführung der vergangenen Jahre habe der Verein dennoch in die Infrastruktur für den wirtschaftlichen Zweckbetrieb investieren können. Dem Kassier wurde von den beiden Kassenprüfern Claus Oesterle und Manfred Leuchtner eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt.

Der Bericht der Dirigentin Mercedes Guerrero Aciniegas sprühte vor Freude über die Zusammenarbeit mit dem Chor, während dieses „unvorstellbaren Jahres“ und betonte die menschlichen Momente, die eine Pandemie nicht nehmen könne. Sie dankte den Sängern, dass „wir gute Freunde sind“ und betonte, der Chor habe in seinem letzten Konzert nicht umsonst „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“ gesungen.

Die Bürgermeisterstellvertreterin Andrea Winkler leitete nach einen kurzen, interessanten Spaziergang durch die Geschichte der Männerchöre, die einstimmig erfolgte Entlastung der Vorstandschaft.

Nach 25 Jahren Singen im Chor wurde Jens Kalkbrenner zum Ehrenmitglied ernannt. Die gleiche Ehrung widerfuhr nach 40 Jahren passiver Mitgliedschaft Andreas Merkel.

Eine besondere Ehre war es Kilian Leuchtner, Wilfried Hertweck, Wolfgang Leuchtner und Kurt Lorenz für ihre 55-jährige Treue zum Verein zu ehren. Übertrumpft wurde das Trio von Horst Walter, der seit 70 Jahren dem Verein die Treue hält, sowie Otto Peter und Josef Schneider, die vor einem dreiviertel Jahrhundert in den Verein eingetreten waren.

Einstimmig verliefen die Wahlen zur Vorstandschaft, welche den 2. Vorsitzenden Alexander Merkel und Kassier Karl-Heinz Huber in ihren Ämtern bestätigten.

Aus gegebenem Anlass konnte der erste Vorsitzende den Sängern keinen Ausblick auf das kommende Jahr geben. Für das geplante Konzert „Rocking All Over The World“ sei der zeitige Sommer angepeilt.

1. Open Air-Probe des MGV

Kategorie: News

1. Open Air-Probe des MGV

Mit 32 Sängern bestritt der MGV-Liederkranz nach langen Wochen des Ausharrens in Stille und Zurückgezogenheit die erste gemeinsamen Probe des gesamten Chores in Zeiten der Pandemie. Alles war ungewohnt und nicht so richtig ungezwungen, wie es normalerweise der Fall gewesen wäre. Der betörende Duft von Desinfektionsmittel mit leichter Kirschwassernote aus dem berührungslos zu bedienenden Spender umwaberte die eintreffenden Männer. Nach dem Eintrag in die Teilnehmerliste mit dem immer wieder keimfrei gemachten Schreibgerät und dem Anlegen des MuNaSchu vor dem Eintritt in die Halle, begrüßte eine gut aufgelegte Dirigentin ihre Sänger und verkündete fröhlich ihre Pläne. Mercedes Guerrero war selbst merklich froh, endlich mal wieder einer größeren Menge singbereiter Männern klar machen zu können, wo es langgeht.

Gewöhnungsbedürftig war dabei der große Abstand der einzelnen Sänger -  von Schulterschluss konnte keine Rede sein. Bei der stimmlichen Orientierung war man doch sehr auf sich selbst zurückgeworfen, ein "Anlehnen" an den Nebenmann war nicht möglich. Vielmehr war der "Mut zum eigenen inneren Ton" gefragt und das Selbstvertrauen, dass dieser denn auch auch wirklich der richtige sei. Dieser Mut war in manchen Passagen gut zu hören.... Nichts desto Trotz war diese Probe ein Lichtblick mit beinahe therapeutischer Wirkung. Jedem Einzelnen von uns war danach wieder sehr bewußt, wie wichtig ihm die Singstunde ist. Und sei es auch nur die Suche nach dem richtigen Ton. Wir machen jedenfalls weiter, bis es schneit!

(Text & Bilder: Werner Kneipel)

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Onlineprobe - Gelungene Premiere!

Kategorie: News

Gelungene Premiere!

Am vergangenen Freitag erlebten die Sänger des MGV-Liederkranz in ihrer 163-jährigen Geschichte eine außergewöhnliche und einzigartige Probe: eine Singstunde, ohne den gewohnten Neben- oder Vordermann unmittelbar bei sich sitzen zu haben und ohne ihn zu hören.  Im großen "Konzertsaal" von "Zoom", einer Konferrenz-App, die in diesen Zeiten besonders gern genutzt wird, um Menschen mit gleichem Interesse und Ziel zusammenzubringen, ploppten zur vorgegebenen Zeit nach und nach die kleinen Video-Fenster der einzelnen Sänger auf und versammelten sich um die Dirigentin. Jeder der Teilnehmer war dabei auf sich alleine gestellt, denn aus technischen Gründen können nicht alle Stimmen gleichzeitig wiedergegeben werden und es käme auf diesem Wege nichts Sinnvolles oder gar Anhörbares zustande. Und so ist jede Sitzung zwangsläufig eine Art intensive Einzelstunde mit Gruppen-Feeling, bei der Mercedes Guerrero die Tonlinien für die vier verschiedenen Stimmen zur Orientierung vorgab.  Anfangs war so mancher Sänger skeptisch gewesen. Aber nach dieser ersten überaus gelungenen Sitzung hörte man beinahe schon euphorische Töne, die sich  zu diesem  Erlebnis der besonderen Art äußerten. Dass sich dieser Form des "Trainings" noch mehr Sänger anschließen, kann sich die Vereinsführung nur wünschen. Obwohl bei dieser Übung jeder einzelne Sänger allein in seinem Kämmerchen sitzt, wird ihm doch das Gefühl der Gemeinschaft vermittelt, die wir alle so sehr vermissen. Und wieder mal hat sich damit bestätigt:" Mit 163 ist noch lange nicht Schluss!!"

 

Maisingen des MGV auf den 1. Mai 2021 verlegt

Kategorie: News

Maisingen des MGV auf den 1. Mai 2021 verlegt

Nach langen aber letztlich gescheiterten Verhandlungen mit der für die derzeitige Misere auf dem Veranstaltungssektor verantwortlichen Corona Virus (CEO), sehen wir uns zu unserem größten Bedauern gezwungen, das diesjährige Maisingen des Männergesangverein-Liederkranz Iffezheim abzusagen. Die gegnerische Partei zeigte sich in diesen Auseinandersetzungen uneinsichtig, noch viel weniger nachgiebig und letztlich vollkommen kompromisslos in ihrer einseitigen und destruktiven Sichtweise.

Wegen der demnächst anstehenden Maiwanderungen wird zwar weiter intensivst verhandelt, aber auch hier verlaufen die Gespräche nur äußerst zäh und wenig ersprießlich. Decken wir also die Maske des Schweigens darüber und hoffen wir auf bessere Zeiten....

Balsam auf unser aller wundgescheuerten Seele mag in solch düsterer Zeit die angekündigte Singaktion der Gemeindeverwaltung sein. Am morgigen Freitag soll es um 9 Uhr in einer erneuten Singaktion von allen Balkonen und Terrassen hochoffiziell und musikalisch verkündet werden: "Der Mai ist gekommen". 

 

Kappenabend 2020

Kategorie: News

Kappenabend 2020

Nach der Begrüßung der vollbesetzten Festhalle durch Sängerchef Kilian Leuchtner bedurfte es nur weniger Sekunden bis das närrische Auditorium die richtige Bertriebstemperatur erreicht hatte: Die schmetternden Klänge der Iffzer Fanfaren unter der bewährten Leitung von Marco Eberle rissen die Besucher förmlich von der Sitzen und gaben damit der Veranstaltung die Richtung vor. Die beiden Moderatoren des Kappenabends Simon "Seppl" Nold, seinerseits der größte je dagewesene Zwerg, und das schönste Schneewittchen aller Zeiten, Andreas Merkel, führten die Besucher, wie in den vergangenen Jahren, durch die Welt der Iffezheimer Narren. Und sie hatten einiges zu tun an diesem Abend, waren doch immerhin 12 Programmpunkte anzukündigen!

Gäste waren wieder einmal die Tänzer und Tänzerinnen der ICC-Minigarde. 16 Mädchen und drei Jungs tollten zum Vergnügen des Publikums als Eisbären, Eskimos und als Pinguine über die Bühne. Sollte es die Absicht der lustigen Truppe gewesen sein, die Temperatur in der Halle nach unten zu treiben, so scheiterte dieser Versuch gründlich. Am Ende ihrer Vorführung stiegen hier schon die ersten begeisterten Raketen gen Hallendecke. Dass ein Mann in einem ernsthaften Gespräch mit seiner/einer Frau ("Wir müssen reden...") hoffnungslos unterlegen ist, führten Ulrike und Christof Leuchtner vor. Wer schon Probleme mit dem Hochzeitstag hat, braucht über den 14. Februar erst gar nicht nachzudenken. Es ließ sich letztlich nicht klar ausmachen, welches der Geschlechter nach diesem gelungenen Beitrag den größeren Beifall spendete...

Star des Abends war ein ganz besonderer Gast: Der goldige Retriever Linus "the Feier Biest" Hüttlin führte zu Verdis Trauermarsch eine lange Schlange von Sängern hinter zwei Särgen an. Wie sich herausstellte, waren Frau und Schwiegermutter fast gleichzeitig der reißenden Bestie zum Opfer gefallen, was denn auch der eigentliche Grund für das Interesse der Männerschar war: "Kann man sich den mal ausleihen...?" Hier und für alle Zeiten: Linus ist unausleihbar - und vor allem ist er die netteste Bestie, die man sich nur denken kann. Danach taten die Sänger, was sie am liebsten tun: sie sangen. Sie berichteten davon, dass die Pubertät der Spösslinge wahrlich kein Zuckerschlecken ist und davon, was man mit einem Blatt Zewa alles zu tun vermag - oder eben auch nicht. Die Selbsterkenntnis, die im Refrain ihrer Zugabe zu finden war, "Mit tut der Schnaps net gut...", hätte ihnen vielleicht manch einer auf Anhieb niemals nicht zugetraut, aber da sieht frau, wie man sich auch mal täuschen kann.

Wenn Gabi Merkel sich aus dem Fenster lehnt, läuft bei vielen Besuchern der Lebensfilm des ganzen letzten Jahres vor dem geistigen Auge ab und so mancher stellt sich die bange Frage: "Hab' ich was Bleed's g'macht...?". Denn wenn, dann weiß das die Gabi und sie stellt sich dann ganz in den Dienst von Wahrheit und Aufklärung. Was soviel bedeutet wie: "Wenn ich was weiß, sag ich's euch. Und ich weiß alles!".

Nach Gesang und Wort war es höchste Zeit für eine Tanzdarbietung. Wer wäre dafür besser geeignet als die Tänzerinnen von "Be in motion" vom Turnverein Iffezheim, die seit einigen Jahren ein Highlight unseres Kappenabends sind? Sie "hardrockten" die Halle auf schweren Motorrädern und zogen die Iffzer Narren mit heißen Rhythmen in ihren Bann. "Born to be wild!" - das nahm man den Tänzerinnen an diesem Abend ohne den geringsten Zweifel ab.

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Partner oder Partnerin fürs Leben ist, beginnt diese Suche oft mit einer Bekanntschaftsanzeige. Wenn er diese dann noch bei Annette Leuchtner aufgeben möchte, bekommt er dabei gleichzeitig noch eine tiefenpsychologische Behandlung mitgeliefert. Denn sie kennt ihre Pappenheimer und den Hang zur vollkommenen Selbstüberschätzung ihrer körperlichen und geistigen Vorzüge und rückt da einiges wieder geschickt ins rechte Licht. Ob damit die Chancen ihrer Kundschaft allerdings wirklich steigen, ist durch nichts belegt. Das war toll gespielt von den MGV-Frauen. Und auch von den zugehörigen "Friends"!

Nach der Aufführung der Sängerjugend macht sich die Vorstandschaft des MGV ernste Sorgen, dass die sieben Jungsänger abwandern könnten zum Synchronschwimmen. Man muss allerdings (zähneknirschend) zugeben, dass die Jungs dafür ein gewisses Talent besitzen: Grandezza, anmutige Ausstrahlung, Schönheit und hemmungslose Risikobereitschaft, sich in die Fluten zu werfen, sind irgendwie schon vorhanden. Aber auch hier sollte es heißen: "Sänger, bleib bei deinen Noten...!". Wir sehen uns in der Probe. Also, wenn eine stattfindet...

Frage: Was passiert, wenn man einem Musiker sein Instrument wegnimmt? Einfache Antwort: Er sucht sich in seiner Not ein Plastikrohr, haut sich vor Freude auf den Schenkel, hört einen Ton - und macht fürderhin Musik damit! Die Gruppe begeisternder Musiker nennt sich "SchmuDo MV", und was die 13 Musjer da an Klang, Rhythmus und Melodik in den Saal zauberten, war nun wirklich etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Was man dazu braucht? Leidenschaft - und ganz sicher Leidensfähigkeit - denn die Schlaginstrumente brauchen auch etwas, wogegen sie geschlagen werden können und in der Regel ist das der Oberschenkel... Dieser Auftritt hatte Klasse und riss die Zuhörer zu Jubelstürmen hin! Wir sehen uns hoffentlich in etwa einem Jahr wieder!

Dass ein Friedhof durchaus ein ganz eigenes Ereignisfeld sein kann, belegte Edwin Peter mit seinem kurzen Auftritt als "Blumengießer".

Die Sallis & Friends hatten in den vergangenen Jahren immer wieder für begeisternde und auch aufwendige Auftritte gesorgt. So auch in diesem Jahr. Sie erzählten die Geschichte des nach Iffezheim zugezogenen Mirko, der auf einer Rundreise durch unseren Ort und die nähere Umgebung - u.a. ging die Reise sogar bis nach Monte Carlo... - die seltsamsten Abenteuer erlebte. Dabei wurde die Geschichte mit Hilfe einiger bekannter Hits und Lieder erzählt, in denen, wenn man ganz genau hinhörte, Botschaften für Mirko verborgen waren. Wer heute "Sadness" von Enigma hört, wird darin unweigerlich den Satz: "Oh, Anneliese popel nicht" erkennen. Mirko wurde auf diesem und anderen Wegen ins Iffzer Universum eingeführt und weiß jetzt als gedankliche Brücke, sollte er jemals im "Bärle" einkehren: "Du mußt besoffen bestellen...". Und er wird wissen, aus welchem Lied diese inhaltsschwere Aufforderung entliehen ist.

Karlheinz Merkel setzte den Schlusspunkt der diesjährigen Bühnenauftritte. Selbst erst 60 Jahre alt geworden, konnte er bei allen Betroffenen und allen, die diesem magischen Alter allmählich näherkommen, Hoffnung wecken, dass es auch jenseits dieser Altersgrenze eine Leben gibt. Und was für eines! Pointenreich, mit treffendem Witz und jeder Menge weiser Spitzbübigkeit servierte er seinem Publikum einen fulminanten Vortrag. Das war der tolle Abschluss eines grandiosen Abends.

Vorstand Kilian Leuchtner bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hatten. Die Sänger und die Obstgärtner könnten eine solche Show niemals alleine auf die Bühne stellen. Um so erfreulicher sei es, dass sich die Vereine Iffezheims derart ins Zeug legen und aus Spaß an der Freud' ihre Talente sammeln und einbringen würden. Ein solcher Abend sei die Gesamtleistung des ganzen Orts und zeige, welche Bedeutung die Vereine für die Dorfgemeinschaft haben. Der Dank galt allen, auch jenen, die hinter den Kulissen in Küche und an der Theke wirbelten. Mit den Fanfaren und der obligatorischen Polonaise verließen die Künstler des Abends die Bühne und stürzten sich in die Nacht - und die war noch lang.

(Text & Bilder: Werner Kneipel)

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