Kirchenkonzert 2004

Stehende Ovationen erntete der Männergesangverein Iffezheim für sein Kirchenkonzert an Allerheiligen in der zwar nicht voll, jedoch gut gefüllten Iffezheimer Pfarrkirche.

Schöpfte der Männergesangverein Iffezheim zu Beginn und am Schluß des Konzertes mit „Die Himmel rühmen“ (Ludwig van Beethoven), „Oh Herr, gib Frieden“ (Gerhard Wind) und „Lobet den Herrn der Welt“ (Henry Purcell) noch aus seinem Repertoire, so begaben sich die fünfzig Sänger mit den Werken aus der "Deutschen Bauernmesse" (Annette Thoma) , der "Mühlauer Singmesse" (Siegfried Singer) sowie der "Alpenländischen Mess' " (Manfred Bühler) in musikalisches Neuland. In den drei Messen wird das geistliche Volkslied aus dem Salzburger Land und Oberbayern aufgenommen, das sich im Mittelalter als unbegleitetes Singen der Kirchensinger zur privaten Erbauung nach dem Gottesdienst und das von den Pfeifen und Geigen der bäuerlichen Tanzmusik begleitete Weihnachtslied der Christmette entwickelt hatte. Das von Tobi Reiser in Salzburg entwickelte Modell des Adventssingens gab diesen Volksliedern zusätzliche Impulse. Annette Thoma (1886-1974) aus Riedering verschrieb sich der Pflege dieses Liedgutes und schuf 1933 die „Deutsche Bauernmesse“, welche mit dem bekannten „Andachtsjodler“ erstmals am 24. September 1933 in der Pfarrkirche Großkarolinenfeld aufgeführt wurde.

Wie Sängervorstand Karlheinz Schäfer ergänzte, seien die Werke zwar einfach gesetzt, jedoch melodisch sehr wirkungsvoll. Mit dem Konzert wolle der Männergesangverein seinen (finanziellen) Beitrag zur Renovierung der Pfarrkirche leisten, nachdem schon zahlreiche Iffezheimer Bürger die Sanierung tatkräftig unterstützt hatten. Als positiven Nebeneffekt wertete Schäfer, dass der Verein sein Repertoire an Kirchenlieder mit Stücken ausweiten konnte, die in der Gegend nicht jeder Verein im Portfolio führe.

Wohltuend ergänzt wurden die Chorbeiträge vom Bläserensemble Alfred König, das in der Besetzung Posaune, Horn, Tuba und zwei Trompeten mit klassischen Einlagen wie „Divertimento“ von Joseph Haydn den Sängern zwei Verschnaufpausen gönnte, um dann jazzig beswingt mit „Amazing Grace“ und „Just a closer Walk“ sein Soloprogramm zu beenden um gemeinsam mit dem MGV sich mit „Lobt den Herrn der Welt“ zu verabschieden. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für die neun Monate währende Vorbereitungszeit. Pfarrer Walfried Asal lobte den Auftritt als „großartig“ und dankte den Vortragenden für ihre Lieder zur Freude und Ehre Gottes. In Erinnerung an das Konzert des Kirchenchores und den anstehenden Auftritt des Polizeichores wagte der Seelsorger mit „Iffezheim entwickle sich zur Konzertgemeinde“ einen Blick in die Zukunft.

Zum Ende des Konzertes wurden die Zuhörer um eine Spende zu Gunsten der Kirchenrenovierung gebeten.